Botanischer Name: Marcgravia cf. sintenisii

Trivialname: Marcgravie

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Aussehen: länglich ovale Blätter, Jungblätter bei guter Beleuchtung rötlich ältere Blätter hell- bis dunkelgrün. Die Triebe schmiegen sich mit deren Haftwurzeln eng an den Untergrund an, die Blätter schmiegen sich nur als Jungblätter an. Ältere Blätter stehen ab, alte Pflanzen wachsen überhängend und bilden (in der Natur) imposante Blütenstände.

Größe: Blattlänge (nach eigenen Erfahrungen): bis 6cm geeignet für Vivarien ab: 50cm

Substrat: Terrarienboden (lockere feuchtigkeitsspeichernde humose Erde) oder auf flachem feuchtem Untergrund ohne eigenen Wurzelbereich (Lithophyt oder Epiphyt)

Feuchtigkeitsbedarf: mittel bis hoch

Luftfeuchtigkeit: 65 bis 80%

Lichtbedarf: mittel – je stärker die Beleuchtung umso intensiver die Rotfärbung der Jungblätter

Temperatur: 16 bis 35°C

Vermehrung: Vegetativ, Abtrennen von Seiten- oder Kopftrieben. Anfangs den geschnittenen Teil in Erde einpflanzen, nach Bewurzelung benötigt die Jungpflanze kein eigenes Substrat mehr, sofern der Untergrund stetig feucht bleibt.

Im Vivarium mit: Amphibien und kleine Reptilien

Sonstiges/Besonderheiten: Die Art wurde bisher als „Marcgravia spec.“ gehandelt, vor kurzem erst (2010) tauchte der Name Marcgravia sintenisii [1] auf. Leider fand ich für diese Bestimmung keine weitere Bestätigung, daher hat der Steckbrief den Zusatz cf.

Diese Marcgravia ist eine einfach zu haltende Ranke, die sich sehr gut für vertikale Wände im tropischen Terrarium eignet. Und durch die starken Haftwurzeln auch relativ hohe mechanische Belastungen aushält.

Zu beachten ist aber, dass sie nach einem Ein- oder Umsetzen relativ viel Zeit benötigen kann, sich an die neuen Bedingungen anzupassen. So kann sie für mehrere Wochen das Wachstum vollständig einstellen und sogar viele Blätter verlieren. In der Regel treibt sie dann aber wieder neu aus und kann ein erstaunlich schnelles Wachstum an den Tag legen, hat sie sich erst etabliert. Sofern die Pflanze im Topf erhalten wurde und darin auch verbleibt, verhält sie sich unauffällig.

Quellennachweise

  1. Marcgravia sintenisii – Herkunft des lat. Namens Zur Quelle…