Von: Heinz
Am: 27. November, 2009

Bei Lecanopteris (sog. Ameisenfarnen) handelt es sich um kriechende, auf dem Boden meist aufliegende rhizombildende Farne aus dem südost-asiatischen Raum (es gibt in Süd-Amerika, Verbreitung hier von Costa Rica bis Peru ein Gegenstück Solanopteris mit den Arten S. bifrons, S. bismarckii, S. brunei und S. tuberosum, dort auch aufgrund ihrer knollenbildenden Ausformung als potato fern bezeichnet. Diese sind, zumindest meines Wissens nach, momentan in Europa nicht in Kultur – denn leider hat sich S. brunei auch als schwieriger Kandidat gezeigt, der Fehler sofort bestraft) mit ca. 13 -15 Arten.

Bei den Lecanopteris Arten sind momentan u.a. in Kultur

Lecanopteris balgooyi

Lecanopteris carnosa

Lecanopteris celebica

Lecanopteris pumila Rhizom

Lecanopteris crustacea

Lecanopteris curtisii

Lecanopteris darnaedii

Lecanopteris deparioides

Lecanopteris lomarioides

Lecanopteris luzonensis

Lecanopteris mirabilis

Lecanopteris pumila

Lecanopteris sinuosa

Lecanopteris spinosa

Wobei als weitere sich Lecanopteris holttumii momentan wohl nicht in Kultur befindet.

Die Farne leben am natürlichen Standort in Symbiose mit verschiedenen Ameisenarten, welche diese durch ihre Ausscheidungen mit Nährstoffen versorgen, sowie mit ihrem teils sehr aggressiven Verhalten auch vor Frassfeinden schützen.

Im Gegenzug bieten die Pflanzen aufgrund ihres Habitus den Tieren Möglichkeiten zum Koloniebau, zur Unterbringung unter den zum Beispiel aufliegenden Rhizomen wie bei Lecanopteris mirabilis.

Und um gleich die Frage zu beantworten: NEIN, man benötgt keine Ameisen im Haus, um die Farne zu halten

Lecanopteris sind äussert attraktive Farne, die sich auch relativ einfach und gut im Haus halten lassen. Zu beachten ist: die Farne sind Starkzehrer, sprich eine gute Düngung für ein gesundes Wachstum ist äussert wichtig.

Ich halte meine Farne erdfeucht in Töpfen, wie man sie auch für Teichpflanzen verwendet. Meiner Erfahrung nach kann somit ein mal zu starkes Giessen besser abfliessen, die Pflanzen werden unter Kunstlicht (einfache Pflanzenleuchte aus dem Aquariumbedarf) gepflegt und wachsen dabei sehr gut.

Als Substrat nehme ich Torf (oder Kokosfasern), Blähton bekannter Marke, Perlite und Spaghnum (aus dem Terrarienbedarf) in Verhältnis 3:2:1:1. In einen ca. 12x12cm Topf gebe ich dann einen entsprechenden Langzeitdünger in Kugelform, der sich langsam auflöst, sodaß ich nach ca. 4-5 Monaten erst nachdüngen muss.

Die Töpfe stehen bei mir in eine ausgedienten Aquarium auf einer Lage feuchtem Blähton, um die Luftfeuchte hoch zu halten.

Wenige Bilder befinden sich auf meiner Seite.

Antworten auf diesen Artikel sind momentan geschlossen.