Von: Frank
Am: 29. Mai, 2011

C. cristatus (cc) Hans Hillewaert – wikimedia.org

Taxonomischer Name: Corytophanes cristatus

Trivial-Name: Helmleguan

Verbreitung: tropischer und subtropischer Regenwald Mittelamerikas (Mexiko bis Kolumbien; Nicaragua, Bolivien…)

Habitat: mitteldichte bis deckungsreiche Vegetation mit schwacher, diffuser Beleuchtung; hohe Pflanzen; schlanke, senkrechte Kletteräste

Aussehen: variabel, hell bis dunkelbraun und grau mit weißen Partien und/oder dunkler, meist quergestreifter Maserung (Tarnung an senkrechten Ästen). Zierliche Gliedmaßen, „chamäleonähnliche“ Rumpfform. Mit deutlich ausgeprägtem Nacken-Kopf-Kamm bei ♂und♀.

Größe Männchen: GL 35 bis 39cm (2/3 Schwanz), 40-70g Größe Weibchen: ähnlich

Andere Geschlechtsunterschiede: verdickte Schwanzwurzel des subadulten/adulten Männchens

Beckengröße: ab 50x50x70cm für Adulte, jedoch nicht zu groß und der Größe des (Jung-)Tieres angepasst

Beckenart: Würfel, hochformatiges oder großes Panoramabecken (bei Paaren u. Vergesellschaftung) aus Glas, mit viel umseitigem Lichteinfall; raumfüllend strukturierte Bepflanzung/Dekoration. Badebecken werden manchmal gern genutzt.

Temperatur: nachts um 21°C und tags bis 31°C oder durchgehend ca. 24-28°C; Wärmespot kann nicht empfohlen werden; Strahlungsenergie immer mit Bodenheizung kombinieren!

Luftfeuchtigkeit: einheitlich; Boden kann (fast) trocken sein, die rel. LF soll 60% am Tage nicht unterschreiten, nachts sind 90-100% anzustreben. Mittelmäßige Belüftung ist okay.

Licht: eher schwaches Licht mit „einem Hauch“ UV-Anteil, LSR, oder Halogenspot neben dem Aufenthaltsort des Tieres. Blendlicht-empfindliche Augen! Fensternähe (Streulichteinfall) günstig, Tageslänge jedoch nicht über 14 Stunden. UV-Licht läßt olivgrüne und rötliche Farbschattierungen deutlich hervortreten, die Umfärbung/Häutung wird dadurch nachhaltig angeregt. *

Besonderheiten: Für Halter, die einen Exoten unter den Exoten suchen; ruhiges Tier – kein bisschen schreckhaft, „fauler“ Jäger, hohe Futterdichte ist bei der Pflanzenwahl zu berücksichtigen (Insektenfraß!, Futternapf aufstellen). Kot landet praktisch immer am Boden, nie auf den Blättern der Pflanzen; läßt sich mit Pfeilgiftfröschen oder Malachitstachelleguanen gut vergesellschaften. Lebenserwartung 10-20 Jahre. WF sind stark geschwächt, NZ sind unkompliziert. Besonders abwechslungsreich füttern; Futtervorlieben -z.B. für Mehlkäferlarven o.a.- sollten trotzdem nicht missachtet werden! Einzel- oder Paarhaltung, Vorsicht bei Vergesellschaftung mit Männchen anderer Spezies. Kein zahmes Verhalten provozieren! Nicht von der Pinzette Füttern.

(*) Helmleguane reagieren anscheinend positiv auf Umweltreize wie Lichtwechsel (Blätter-Wolken-Sonne) und „natürliche (-oder künstliche?)“ Luftbewegungen. Imitation von Lichtgradienten und „Lüftchen“ sollte angestrebt werden.

Zucht: selten! Wenige Eier werden 10 Zentimeter tief vergraben; konstante Inkubationsbedingungen/ klimatisch stabile, große Terrarien und viel Ruhe für die Tiere sind beste Vorrausetzung (…auch s.o.)! Zwischen Ablage und Schlupf verdreifacht sich etwa das Gewicht der rund 2cm großen Eier, die Zeitigung dauert zwischen 100 und 140 Tagen. Jungtiere sind wie Adulte zu behandeln.

Dieser Bericht wurde von dem Mitglied mrbuthidae verfasst und aus unserem Archiv übertragen.

Antworten auf diesen Artikel sind momentan geschlossen.