Botanischer Name: Dischidia major

Synonym: Collyris major, Dischidia baeuerlenii, Dischidia rafflesiana

Trivialname: Urnenpflanze, „Rattle Skulls“ (engl.)

Herkunft: , , , , ,

Aussehen: tropische Sukkulente die zwei Blattformen ausbildet. Die normalen dickfleischigen Blätter sind ovalrund bis rund, stehen gegenständig und werden zw. 1,5 – 2cm lang und 1 – 1,5cm breit. Die zweite Blattform gibt der Pflanze ihrem Namen, sie ähneln in ihrem Aufbau einer Urne (einem Krug). Sie sind innen hohl und werden 3,5 – 7cm lang und 1,5 – 3cm breit. Die Pflanze ist hellgrün bis gelblich grün (unter starkem Licht).
Infloreszenz: Die grünlich-gelben doldigen Blüten werden 0,6cm lang, und stehen an einem 6 – 12cm langen Blütenstiel [1]. Eine genauere (englischsprachige) Beschreibung der Blüte findet sich hier: Australian Tropical Rainforest Plants.

Größe: Gesamtlänge ca. 4,8 Meter [2] geeignet für Vivarien ab: 30cm

Substrat: echter Epiphyt der allerdings zusätzliche Nährstoffe gewöhnt ist, da in der Natur Ausscheidungen symbiontischer Ameisen als Dünger dienen. Am besten wird D. major direkt auf Holz gebunden oder in stets schnell abtrocknende Erde gepflanzt. Düngerzufuhr über das Sprühwasser.

Feuchtigkeitsbedarf: gering bis sehr gering im trop. Terrarium (Besprühen reicht aus), trockenere helle Stelle z. B. im oberen Bereich des Terrariums.

Luftfeuchtigkeit: 65 bis 80%

Lichtbedarf: hoch

Temperatur: 12 bis max. 30°C

Vermehrung: Durch Teilung der Triebe – die Ableger mind. 1-2 Tage trocken liegen lassen, damit die Schnittstellen antrocknen können; ansonsten besteht Gefahr dass die Stellen faulen. Die Triebe können dann direkt aufgebunden werden. Auch ist die „Wasserglasmethode“ möglich.
Evtl. auch generativ über Samen.

Im Vivarium mit: k. A.

Sonstiges/Besonderheiten: Eine echte Ameisenpflanze, in deren aufgeblasen wirkenden Blättern in der Natur Ameisen ihre Nester bauen und mit ihrem Ausscheidungen die Pflanze mit Nährstoffen versorgen. „Im Gegenzug“ beschützen die Ameisen die Pflanze vor Fressfeinden. Sie ist jedoch nicht zwingend auf diese Symbiose angewiesen, die Nährstoffe können auch auf andere Art zugefügt werden und in Terrariumkultur kann man Fressfeinde ausschliessen.
D. major ist sehr selten im Handel und zur Haltung der Art sollte etwas Erfahrung mitgebracht werden. Sie sieht der im Handel weiter verbreiteten und etwas einfacher haltbaren Dischidia pectenoides ähnlich, welche übrigens auch attraktivere Blüten bildet.

Die Gattung Dischidia gehört zu den Asclepiadaceae, einer Unterfamilie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Über eine Giftigkeit von Dischidia major bei Terrarientieren ist zwar nichts bekannt, allerdings sollte man vorsichtig sein bei Pflanzenfressern, vor allem da beim Verletzen der Pflanze weisser Milchsaft austritt, der zu Schleimhautreizung (bei Säugetieren/ Menschen) führen kann.

Die Bilder zeigen eine Dischidia major „minima“ mit Fundort Lundu, .

Quellennachweise

  1. Raffles Museum of Biodiversity Research Zur Quelle… 
  2. Top Tropicals Zur Quelle…