Botanischer Name: Bolbitis heteroclita „difformis“

Basionym: Edanyoa difformis

Trivialname: Mini Bolbitis

Herkunft: , Insel Negros

Aussehen: Sehr kleinwüchsiger Farn, mit satt-grünem, kriechendem Rhizom und dunkelbraunen Wurzeln. Rhizom, Stiel und Wedel besitzen die gleiche Farbe. Auf der Oberfläche der Wedelblätter bilden sich bei genügend Luftfeuchtigkeit vegetativ Jungpflanzen (wie bei Asplenium viviparum).
Er wächst submers sowie emers, submers sind die Wedel kleiner und weniger ledrig als emers.

Größe: emers: 10cm Höhe, submers: bis 14cm?? geeignet für Vivarien ab: 15cm

Substrat: Die Pflanze ist ein „echter“ Epiphyt, die Rhizome müssen entweder frei, z.B. direkt auf Holz, liegen oder benötigen ein sehr luftiges durchlässiges Substrat (z.B. Lavakies, Seramis). In submerser Kultur müssen die Rhizome frei liegen.

Feuchtigkeitsbedarf: emers: hoch bis sehr hoch, der Untergrund sollte stets feucht sein.

Luftfeuchtigkeit: 75 bis 100%

Lichtbedarf: submers: gering bis mittel, emers: mittel bis hoch – Leuchtmittel mit wenig Ab- bzw. Lichtwärme sind empfehlenswert.

Temperatur: mind. 16°C, submers mind. 20°C

Vermehrung: Teilung eines verzweigten Rhizoms, das Stück sollte Wurzeln und mind. 1 kräftigen Wedel besitzen. Bei gespannter Luft (z.B. in einer transparenten Plastikdose) lose auf das empfohlene Substrat legen/stellen.
Es kann auch ein ausgewachsener Wedel abgeschnitten werden und auf das Substrat gelegt werden. Bevor die Jungpflanzen erkennbar werden, bilden sich kleine helle „Warzen“ an diesen Stellen, auf der gegenüber liegenden Seite/ Blattunterseite die ersten Wurzeln. Sobald die Jungpflanze einen Wedel ausgebreitet hat, kann sie vorsichtig mit einer sterilen Schere inkl. einem Stück des alten Wedels abgeschnitten werden.

Im Vivarium mit: k. A. (Vorschläge: kleine Amphibien)

Besonderheiten: Laut diverser Quellen im Internet gedeiht B. heteroclita „difformis“ an Land besser. Er ist ideal für sehr kleine tropische Terrarien, für die Bepflanzung eines Wasserfalls oder Bachlaufes und kann amphibisch/semiemers wachsen, solange die Wurzeln nicht versumpfen und die Rhizome so frei wie möglich liegen. Die Umstellung von submers auf emers oder emers auf submers, ist einfach und geht merklich schneller als bei anderen Pflanzen.

Sonstiges: Da dieser im Aquaristikhandel noch relativ neue Farn verschiedenen Davallia-Arten (z.B. Davallia heterophylla?) ähnelt, findet man ihn auch unter (Fantasie-)Bezeichnungen wie „Bolbitis davallia“ oder „Bolbitis spec. davallia„. Im Terraristikhandel tauchte die Art bisher nur bei bensjungle.de auf (Stand: Anfang 2012).